2012 – Kletterwochenende Schwäbische Alb

Pünktlich wie eh und je startete das Powder Party Kletterwochenende um 7:50 Uhr morgens am Karlsruher Hauptbahnhof um mit der Bahn in die Schwäbsche Alb zu fahren. Die Truppe aus hochmotivierten Kletterern, Jacky, Julian, Kevin, Kohli und Marc, setzten sich in Richtung Metzingen in Bewegung um dort Jens zu treffen, der uns vom Bahnhof abholte und in die Nähe des Kletterfelsens brachte. Da die Sonne strahlte, wurde noch schnell der schwule Moment des Tages zelebriert und jeder cremte dem anderen den Rücken ein. Nach kurzem Materialcheck ging es dann aufwärts zum Kletterfels.

Knappe 300 Höhenmeter musste überwunden werden und somit war es doch eine recht schweißtreibende Angelegenheit. Da die Waldwege recht mager beschildert waren, entschlossen wir uns einen Einheimischen zu fragen, der auf einem Waldweg unterwegs war. In bestem „Hochdeutsch“ sagte er sowas wie: „Immer aufwärts und am Stein gibt’s eine Abkürzung, wenn der denn noch da liegt!“. Nachdem wir dann DEN Stein gefunden hatten, bogen wir in die „Abkürzung“ ein. Alles war gut, denn Jens – der Organisator – hatte ein gutes Gefühl!!! Natürlich war das nicht die Abkürzung die gemeint war, aber irgendwie führte sie doch zum Kletterfels. Dort angekommen konnten wir es kaum erwarten endlich in die Granitwand zu kommen. Schnell wurde noch der Kletterführer befragt, welche Route welchen Schwierigkeitsgrad hatte, und dann wurde auch schon geklettert, ob nun Toprope oder Vorstieg, es war für jeden etwas dabei, sogar eine Blondine.
Der anfangs noch im Schatten liegende Fels wurde mehr und mehr von der brennenden Sonne geflutet und so arbeiteten wir nicht nur an unseren Kletterfähigkeiten, sondern auch an der Klettererbräune: Rücken braun Bauch weiß. Christian traf gegen Nachmittag ein und stürzte sich auch umgehend in die Wände. Gegen 18 Uhr hatten wir dann genug und begaben uns dann auf den Abstieg. Im Tal stellte Christian uns eine Wiese zum zelten zur Verfügung und nach einem kurzen und sehr verwirrenden Einkauf im Real bauten wir unsere Zelte auf und befeuerten den Schwenkgrill. Beim prasselnden Feuer, jeder Menge Fleisch und gutem Bier, wurde dann über Gott und die Welt philosophiert.
Nach etwas Nieselregen in der Nacht war am Sonntag dann doch recht gutes Wetter. Nach einem kurzen Frühstück ging es dann wieder die 300 Höhenmeter hoch, aber diesmal zu einem anderen etwas kleineren Fels, der allerdings höher war als der vom Vortag. Wieder begann das gleiche Spiel wie am Vortag und es wurde sich ordentlich ausgetobt am Fels, bei einigen motivierter, bei anderen etwas unmotivierter, aber dennoch hatten alle ihren Spaß. Am Ende des zweiten Klettertages musste nochmals eine Abkürzung gegangen werden, bei der Jens ein gutes Gefühl hatte. Nachdem dann zusammengepackt wurde, gab‘s für jeden Teilnehmer der Tour noch einen Button und danach fuhren alle erschöpft, stinkend aber sehr glücklich wieder nach Karlsruhe.

Fazit: Wenn Jens ein gutes Gefühl mit einem Weg hat, möglichst schnell wieder umdrehen und einen anderen nehmen!!!

Danke für das schöne Wochenende, hoffentlich bald wieder im Fels!