2012 – Zimba (2643m) Besteigung

Anfahrt und Aufsteig

Am Samstag den 8. August machen wir uns auf den Weg ins Österreichische Montafon um die 2643m hohe Zimba, oder wie sie auch genannt wird, das Matterhorn Voralbergs, zu besteigen. Jens, Aegi und Bo treffen sich in den späten Morgenstunden in München und stoßen in Lindau auf Matze, der aus Karlsruhe anreist. Im lokalen Discounter wird noch Wegproviant und stärkender Gesternsaft eingekauft. Danach geht es mit leichter Verspätung in einem Auto bei stahlendem Sonnenschein Richtung Zimba. Wir ahnen, dass wir an diesem spätsommerlichen Wochenende keine Wolke zu sehen bekommen und freuen uns auf die anstehende Tour.
Nach der Ankunft in Vandans, checken wir das Material und packen die Rucksäcke. Zur Vorsicht packen wir viele Schlingen, Friends und Expressschlingen ein. Zudem zwei Einfachseile für unsere zwei Zwei-Mann-Seilschaften.
Im Dauerlauf rennen wir voller Vorfreude durch das Tal den Berg hinauf und kommen knappe drei Stunden später ziemlich verschwitzt (die Sonne!) an der prall-gefüllten Heinrich-Hüter-Hütte an. Eine gute Aufwärmung für den kommenden Tag. Aber was wäre eine Aufwärmung ohne Abkühlung? Die holen wir uns gleich mit besagtem “Gerstensaft” in Form eines 10L Franziskaner-Weissbierfässchens. Im gemütlicher Nachmittagssonne lassen wir uns das Bier mit Blick auf die Zimba (Bild) schmecken.

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Den Abend lassen wir gemütlich bei Bier und Bergsteigeressen in der Heinrich-Hipster-Hütte ausklingen. Als uns das Münchner U-Bahn-Quartett langweilt und wir unsere PP-Liederbücher heraus holen und das Singen anfangen, stimmen einige im Raum mit ein. Ein tolles Gefühl!

Besteigung der Zimba

Am nächsten Tag klingelt unser Wecker schon sehr früh. Um kurz nach 7 Uhr morgens brechen wir mit leichterem Marschgepäck und Ausrüstung auf in Richtung Zimba. Während des etwa 1 1/4 Stunden langen Aufstiegs geht hinter uns die Sonne auf, wärmt unsere Körper und gibt einen genialen Blick auf das Tal frei. Auf dem Kamm angekommen legen wir ein kurzes Frühstück ein und machen uns bereit für den Aufsteig.

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Aufstieg im Morgengrauen

Der Zustieg bis zur ersten Seillänge ist fast das schwierigste an der ganzen Tour, da es keine richtigen Markierungen gibt und man den Weg schätzen muss. Trotzdem sind wir die erste Seilschaft am Fels und steigen direkt ein. Kurz nach uns kommen noch 3 weitere Seilschaften an, die leider warten müssen. Es folgen 4 humane Seillängen im Schwierigkeitsbereich 2-3 mit einigen Lauf- und Kriechpassagen. Wir haben oft Schwierigkeiten, die Bohrhaken zu finden und so die Route ausfindig zu machen, ein erfahrener Bergführer in der Seilschaft hinter uns hilft uns jedoch ab und an auf die Sprünge. Nach 4 stündiger Entspannter Kletterei kommen wir am Gipfel an und genehmigen uns einen Gipfelschnaps aus dem schönen Schwarzwald (Mitbringsel der Puder Party Mädels) und verschönern das Gipfelbuch. Die Aussicht ist fantastisch. Stahlender Sonnenschein und eine klare Sicht auf das komplette Montafon, darunter auch die Sulzfluh an deren Fuß die ersten Schritte der Powder Party getätigt wurden.

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Auf der Suche nach den Haken und der Route

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Gipfel der Zimba bei traumhaftem Wetter

Nach einer kurzen Pause machen wir uns an den Abstieg. Auch hier nehmen wir wieder den Ostgrad und seilen bzw. klettern die erste Seillänge ab.

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Aegi beim Abseilen

Mit wenig Mühe erreichen wir den Grad am Fuß der Zimba und machen uns an den Abstieg zur Heinrich-Hüter-Hütte, wo wir 45 Minuten später ankommen. Nach kurzer Materialverteilung und einem stärkenden Weizengetränk rennen wir in Rekordzeit von 1h 45 mins (nicht zu empfehlen :) ) über die Fahrstraße zurück nach Vandans wo wir unsere schmerzenden Beine noch im Brunnen kühlen.

Eine gelungene Tour!

Mehr Toureninfos zur Zimba findet ihr auf der Seite von Gipfelbuch.ch oder im Tourenbericht von Wochenendaussteiger.npage.de