2010 – MTB-Marathon

3. Juli 2010 in Pfronten im Allgäu
53 km, 2000 hm, 33°C
www.mtb-marathon-pfronten.demit dabei (inkl. Platzierung und Zeit):
148. in 3:42:24 Marius Trommer
148. in 3:42:24 Benjamin Michelfelder
168. in 3:47:27 Florian Pier
283. in 4:18:24 Vincent Ehrmann

Nach einer großartigen Gaskocher-Pasta-Party, isotonischen Sportgetränken und einer Nacht unter sternenklarem Himmel mit Blick auf Neuschwanstein hieß es morgens erst einmal Anmelden, Frühstücken, letzte Einstellungen an den Bikes vornehmen und gut schmieren! Die Sonne brannte erbarmungslos auf das Fahrerfeld herab, das sich bereits 1/2 Stunde vor dem Startschuss an der Startlinie aufstellte…

Mit surrenden Reifen und atemberaubendem Tempo ging es los – aufgrund der langanhaltenden Trockenheit der vorangegangenen Tage glich die Strecke mehr einer Wüstenrallye als einer Alpentour: Staub, Staub und zwischendurch auch mal Staub.

Bereits am ersten nennenswerten Anstieg zog sich das Feld in die Länge, erste Fahrer waren zum Schieben gezwungen und bereits mehrere Kilometer vor dem Edelsberg dröhnte einem mal mehr und mal weniger motivierende Mukke entgegen: an der Verpflegungsstation wurden nicht nur Getränke und Essbares gereicht, sondern auch Freestyler & Co bis zum Anschlag aufgedreht.

Kurz darauf wurde auch schon die erste Zwischenzeit gemessen und man konnte sich in eine lange, schottrige Abfahrt stürzen, in der man sich kurz ausruhen konnte und wieder zu alten Kräften fand. Allerdings hieß es nach dieser kurzen Verschnaufpause schon wieder: bergauf.

Auf dem Weg zum/ins Himmelreich (zwischenzeitlich dachte der ein oder andere, dass man dort wahrscheinlich für die Ewigkeit bleiben würde) verlangte die sengende Hitze den Fahrern das Letzte ab, allerdings war es erst der zweite von drei Anstiegen – und der dritte war als Höhepunkt (was Höhenmeter angeht) der Tour angepriesen worden…

Nichtsdestotrotz bot die folgende Abfahrt eine technisch anspruchsvolle Alternative zu den vielen Schotterpassagen. Über Stock und Stein hieß es: Hintern über den Hinterreifen!

Zu guter Letzt wartete noch die lange Auffahrt zum Breitenberg auf die Biker. Unterstützt von einer Trommlertruppe, die den Takt zum Pedalieren vorgab und mit der ein oder anderen Viehtränke auf dem Weg zum Pass wurde auch dieses Hindernis überwunden und man konnte auf der serpentinenreichen Abfahrt nochmal so richtig Gas geben, um die Gesamtzeit für das Team zu verbessern oder um nicht allzuviel vom Fußballspiel Deutschland – Argentinien zu verpassen.

Erschöpft aber glücklich und sturzfrei kamen alle Fahrer des Teams Powder Party Bergsport e.V. im Ziel an. Als Ausklang dieses einzigartigen Tages wurde auf die Dusche verzichtet und stattdessen der Schwansee bei Hohenschwangau etwas salziger gemacht ;)

Um das Wochenende nicht zu eintönig zu gestalten wurde am nächsten Morgen – nach dem obligatorischen Besuch eines ADAC-Engels – der Tegelberg erklommen, von dem aus man das wunderschöne Alpenvorland rund um Füssen genießen kann…