2011 – Wakeboardcamp

Datum: 7.-10. September 2011
Teilnehmer: Philipp Nusser, Nina Nusser, Freddy Heikamp, Ferdinand Reitze, Maximilian Brunner, Verena Volland, Carolin Uller, Lena Scheurenbrand, Carsten Dickhut, Christian Richardson, Josef Svoboda, Marc Zimmerlin, Sebastian Richter, Thorge Eisfeld, Raphael Röcken, Robin Rahn, Bene Dorschner, Marc Schuth, Jurema Köhler
Bericht von: Marc Zimmerlin

Angekommen in Pfullendorf…

Aber wo ist der Campingplatz? Nach kurzer Suche hatte man sich am Seepark (OST!) zusammengefunden und aus dem Nichts eine kleine Zeltstadt errichtet. Ergänzt um einige, zu einer großen Tafel zusammengeschobener Bierbänke und –tische konnten im Dunkel der nahenden Nacht laut und fröhlich kommuniziert und der Hunger der Angereisten gestillt werden.

Wie sich herausstellte hatten wir zwei, in einem Wohnwagen lebende Nachbarn. Beide im Straßenbau tätig und mit einer relativ traurigen Lebensgeschichte im Gepäck. Einer der beiden, ein Tscheche, gesellte sich vom ersten Abend an zu den nächtlichen Lagerfeuerrunden dazu und schaffte es trotz sehr schlechter Deutsch- und Englischkenntnisse sich mitzuteilen und uns emotional zu bewegen.
In freudiger Erwartung auf den nächsten Tag zerstreute sich die Gruppe erst zu später Stunde und jeder bezog sein Zelt oder in manchen Fällen auch die Ladefläche
eines Sprinters, um ein wenig Schlaf und Kraft zu sammeln.

Tag 1

Nach einer viel zu kurzen Nacht schallte es „Willkommen in Pfullendorf“ zu den Beats von „Empire State of Mind“ blechern aus einem Handy-Speaker durch die Powder-Party-Zeltstadt. Philipp hatte sich der schweren Aufgabe angenommen die ganze Bande aus den warmen und trockenen Zelten in den kalten Nieselregen zu treiben. Frühstück war angesagt und aus den von diversen Kleidungsschichten umgebenen Gesichtern war die große Begeisterung bei dem Gedanken, sich gleich in den See stürzen zu dürfen deutlich zu lesen, not. Einige haben wohl auch im Stehen und Sitzen weiter geschlafen, bis Philipp mit einer Ladung Kaffee aus dem Hotel Adler den notwendigen Wachmacher bereitstellte. Nach der frühen Mahlzeit trottete der Zug langsam in Richtung Wasserskilift. 8 Uhr sollte es losgehen und dann doch erst um 9. Große Verwirrung – zum Glück für die nächsten Tage war es der spätere Termin. Es galt sich zu überwinden in die, zum Teil vom Gebrauch des Vortags noch immer feuchten Neopren Anzüge zu schlüpfen. Viele der Teilnehmer hielten zum ersten Mal in ihrem Leben ein Wakeboard in der Hand. Die Anspannung war zu spüren, das Wetter fast vergessen und Ferdi machte den Anfang und konnte sich eine Runde lang überlegen, wie er die Einstiegstelle vor aller Augen passieren wollte. Ihm folgten die erfahreneren Fahrer, während alle Anfänger sich noch erste Instruktionen abholten, um kurz darauf direkt im Wasser zu landen. Bei angenehmen 20°C Wassertemperatur wollte der eine oder andere vielleicht auch einfach lieber Schwimmen als Boarden.

Nach 2h Wakeboarden, Schwimmen und einigen mit dem Fußbus zurückgelegten Kilometern rettete so manchen die erfrischende warme Dusche danach. Zurück im Camp warteten erste Aufräumarbeiten und an die 10.000 Wespen, die sich über die Reste des zurückgelassenen Frühstücks hermachten. Leider sollten wir diese nervigen Nachbarn bis zum Samstag nicht mehr loswerden. Auch eine Spende an die Stadt Pfullendorf in Form von X Strafzetteln a 20€ konnte hier keine Abhilfe schaffen.

Mit der Erleichterung über die Erfolge der sportlichen Betätigungen am Morgen und der Verbesserung der Wetterlage kam auch der Hunger und Bierdurst. So ging es zu Fuß oder in den meisten Fällen mit dem Auto zum Supermarkt. Unglücklicherweise lag dieser direkt neben einem Baumarkt, was die mitgereisten Wirtschafts weniger interessierte, den ein oder anderen Ingenieur aber sofort reizte den mitgebrachten Grill um eine Konstruktion zum Braten dreier Hähnchen zu erweitern. So konnten die fleißigen Hähnchenbräter erst um halb 5 ihr Mittagessen genießen, während der Rest der Gruppe sich bereits zum Beachvolleyball-Spielen begeben hatte.

Zum Abend hin mussten sich die Ersten bereits verabschieden, für alle anderen ging es zurück in die Zivilisation und in den Felsenkeller, wo einige Nachzügler, eine warme Mahlzeit und kalte Getränke auf uns warteten.

Tag 2

Nach dem Erwachen wurde vorsichtig aus den Zelten herausgelugt. War es noch immer trocken oder wartete erneut ein Frühstück im Nieselregen? Ersteres war der Fall und hätte der Kaffee schon gewartet wäre der eine oder andere sicher auch – dem ersten Muskelkater zum trotz – direkt aus dem Zelt gestürmt. Gestärkt schafften es alle zeitig zur Anlage und die nasse Bespaßung konnte in eine neue Runde gehen. Leider fiel der Lift diverse Male aufgrund technischer Probleme aus, was darin resultierte, dass wir zwischenzeitlich immer wieder einige Minuten warten mussten. Für Chri war noch eine Schwimmtour quer über den See drin, nachdem er vor dem Ausschalten des Lifts übersehen worden war. So blieb aber auch Zeit sich Gedanken über Tricks und alternative Fortbewegungsmethoden zu machen. Leider folgten hieraus einige kleinere Verletzungen.

Wieder im Camp wurden Verletzungen, das gute Wetter, Fortschritte, Misserfolge oder eigentlich jeder beliebige Grund wieder zum Anlass genommen ein Bier aufzumachen und zum Pegel des Vorabends zurück zu kehren. Leider wirkte sich der Alkoholgehalt im Blut negativ auf das nachmittags anstehende Event aus: Adventure Golf. Nur eine Gruppe schaffte es unter der brennenden Sonne alle 18 Löcher zu spielen.

Es wurde auch bald schon wieder Abend, erst brannte der Grill – zu späterer Stunde ein Feuer. Die Gruppe war erneut geschrumpft, was die Zurückgebliebenen dazu anregte in Analogie zu „20 kleine Jägermeister“ 20 kleine Powder Parties in diversen kreativen oder weniger kreativen Reimen der Reihe nach umzubringen. Am Ende des Abends waren noch 8 übrig…

Tag 3

…die jedoch sofort am nächsten Morgen erledigt wurden.


An diesem Morgen bot sich uns ein fantastischer Anblick. Das gesamte Gelände war in dichten Nebel gehüllt, das Wasser des Sees spiegelglatt. Carsten und Marc durften als Erste in vollkommener Stille und eingepackt in die feuchtkalten Nebelschwaden über den See gleiten. Als die Sonne es schaffte durchzubrechen wurde klar, dass der Tag noch heißer werden würde als der vorangegangene Freitag. Aber sicher auch um einiges spektakulärer. Schon zu früher Stunde wurden die ersten Tricks an Kickern und Rails probiert und auch erfolgreich gestanden. Allen voran die Pfullendorfer Locals rund um die Familie Nusser/Heikamp und Ferdi gefolgt von vielen weiteren wagemutigen Powder Parties. Hier können wir uns alle schon auf spektakuläre Videoaufnahmen freuen. Leider wurde es viel zu schnell 11 Uhr und die Mietzeit für die Anlage war damit abgelaufen.

Die Zeltstadt löste sich in einem mehrstündigen Prozess auf und nach Ausgabe der Buttons für das Event fuhren zwei vollbepackte Autos zurück in Richtung Karlsruhe.
An dieser Stelle sei ein großes „Dankeschön“ an Philipp und Josef angebracht, die mit ihrer ausgezeichneten Organisation das Event zu einer sehr spaßigen und entspannten Angelegenheit gemacht haben. Gedankt sei auch dem Hotel Adler für den Morgenkaffee und einen witzigen Abend im Felsenkeller, Pfullendorf für seine Existenz und allen Teilnehmern für ihre Teilnahme.

Fotos Wakeboardcamp 2011

Zum Video geht’s hier lang: Wakeboardcamp 2011