2013 – Lawinenkurs

Lawinenkurs 2013

Teilnehmer: Mario Planeck, MarcSchuth, Fabian Kohler, Fabian Götz, Till Dölle, Sunna Hingst, Daniel Funke, Johannes Brandl, Alexander Ehret, Annika Mayer, Johannes Maier

Wieder einmal trafen sich einige Abgesandte des Vereins in aller Herrgottsfrühe  um sich aufzumachen zu neuen Abenteuern. Das Ziel des Ausfluges war dieses Mal der Besuch eines Lawinenkurses im österreichischen Lermoos, nahe der deutschen Grenze. Der Kurs sollte allen interessierten Teilnehmer über die Grundlagen der Lawinenkunde, sowie die richtige Herangehensweise an eine Tourenplanung näher bringen.

Wir trafen uns um Punkt 09:00 Uhr bei herrlichem Sonnenschein an der Lermooser Talstation mit unserem Bergführer, der gewillt war an diesem Tag mit uns sein reichhaltiges Wissen zu teilen. Nach einer kurzen Begrüßung machten wir uns mit der Gondel auf zur Mittelstation um dort noch ein weiteres Mal umzusteigen. Für viele war es doch ein ungewohntes Gefühl ohne Ski oder Snowboards an den Füßen in einem Sessellift Platz zu nehmen.

Oben angekommen nahmen wir erst einmal in einer warmen Hütte Platz um etwas Theorie zu pauken, was aufgrund der doch recht niedrigen Temperaturen vielen ganz recht war. Nach dieser sehr interessanten und aufschlussreichen Einheit wurden wir dann aber doch unruhig und so ging es dann endlich zum praktischen Hauptteil des Tages über.

Auf einem freien Schneefeld in der Nähe, der Station wurden alle mit der Lawinenstandartausrüstung ausgestattet, d.h. LVS, Schaufel und Sonde. Nach einer Einweisung in die Technik durfte nun endlich der  „Verschüttete“, in Form eines weiteren LVS, gesucht werden. Dies gelang den meisten auf Anhieb doch recht gut. Wobei anzumerken ist, dass mit der heutigen Technik das Suchen selbst sehr einfach, ja fast „idiotensicher“ geworden ist. Entsprechende akustische sowie optische Signale weisen dem Suchenden zuverlässig den Weg. In der ersten Grobsuche und der anschließenden Feinsuche auf den letzten zwei bis drei Metern, hat man schon einen sehr genauen Anhaltspunkt über die Position des Verschütteten. Nun kommt das Sondieren zum Tragen. Mit Hilfe eines langen Aluminium-Stabes soll der verschüttete nun erfühlt werden.

Das Sondieren und das anschließende Ausgraben nehmen nun leider die meiste Zeit der ganzen Aktion in Anspruch. Sodass man nicht denken sollte, mit einem modernen LVS sei es doch kein Problem in einer Lawine gefunden zu werden. Innerhalb der ersten 15 Minuten sind die Überlebenschancen bei ca. 90%.

Eine weitere Einheit bestand aus der Analyse des Schnees, sowie einer Diskussionsrunde über die richtige Tourenplanung, bei der die Gruppe sich gleichzeitig stärken konnte. Verwundert darüber, dass ein weiterer Tag vorüber war, machten wir uns wieder auf die Reise hinunter ins Tal und zurück nach Karlsruhe.

Es bleibt festzuhalten, dass jeder ernsthafte Tourengeher und alle die gerne auch mal Abseits unterwegs sein wollen, einmal solch einen Kurs besucht haben sollten. In jedem Fall hat man die größte Überlebenswahrscheinlichkeit aber immer noch dadurch, gar nicht erst verschüttet zu werden.

 

Fabian Götz