2026 – Oster-Gravel-Tour

Vier Tage, 360 km, 3500 Höhenmeter

Donnerstag – Ankunft in Würzburg  

Nach einem ersten Erkunden der Stadt stand direkt ein kulinarisches Highlight an: Im Restaurant „Auflauf“ wurde der Energietank mit individuell zusammengestellten Überbackenem gefüllt. Anschließend ein Spaziergang über die alte Mainbrücke, dazu ein Glas Rotling und ein Abstecher ins Studicafé – der perfekte Start in ein langes Radwochenende.

Karfreitag – Von Würzburg nach Knetzgau (107 km, 1430 hm)  

Frisch, aber trocken zeigte sich das Wetter am ersten Radtag. Und wie ein Ohrwurm begleitete uns von Anfang an das Motto: ”oben gute Laune, unten gute Laune”. Egal ob in den steilen Weinbergen oder im Naturpark Steigerwald – die Stimmung blieb konstant hoch. Besonders schön war die Durchfahrt durch die Altstadt von Ochsenfurt. Kulinarisch musste aufgrund der Feiertagssituation improvisiert werden: Notfall-Pasta mit Pesto, aufgepimpt mit getrockneten Tomaten und Kürbiskernen, rettete den Tag. Die Unterkunft in Knetzgau war eher schlicht rustikal – kalte Dusche inklusive – aber selbst das konnte die gute Laune nicht bremsen.

Samstag – Von Knetzgau nach Hollstadt (104 km, 880 hm)  

Der Tag begann mit einem kleinen Glücksmoment: Der anvisierte Bäcker hatte offen – Frühstück gerettet! Doch dann kam der Regen. Erst Niesel, dann mehr. Trotzdem blieb das Motto bestehen: “vorne gute Laune, hinten gute Laune”. Die Strecke durch den Naturpark Haßberge, vorbei an liebevoll geschmückten Osterbrunnen und leeren Straßen, hatte ihren ganz eigenen Charme. Am Ende wartete ein fieser und vom Tourplaner „nicht angekündigter“ Finalanstieg zur Unterkunft. Doch diesmal gab’s Luxus: eine Premium-Bude – und eine offene Pizzabude im Ort obendrauf.

Ostersonntag – Von Hollstadt nach Weitzenbach (72 km, 1210 hm)  

Frohe Ostern – und tatsächlich zeigte sich die Sonne! Der erste Teil der Strecke lief wie geschmiert, fast schon eine kleine „Ballerstrecke“. Doch dann kam der Wind… und blieb. Selbst bergab musste getreten werden, was ordentlich an den Kräften zehrte. In Bischofsheim gab es eine wohlverdiente Pause – Currywurst, Bagelburger, Sonne im Gesicht und sogar Besuch vom Osterhasen. Obwohl es die kürzeste Etappe war, fühlte sie sich durch den Gegenwind endlos an. Aber klar: “rechts gute Laune, links gute Laune” – irgendwie ging’s immer weiter und die Lange Rhön zeigte ihre wunderschöne Seite. 

Ostermontag – Rückfahrt nach Würzburg (95 km, 1050 hm)  

Zum Abschluss ging es bei Sonnenschein pur zurück nach Würzburg, durch den Spessart und entlang der fränkischen Saale. Die Beine waren schwer, der Po meldete sich nun deutlicher als je zuvor – aber das Motto blieb: “gute Laune einfach überall”. Die Aussicht über die offenen und hoch gelegenen Felder des Spessart entschädigte. Dadurch wurde auch die letzte Etappe mit einem Grinsen beendet.

Fazit  

Vier Tage, rund 360 Kilometer und 3500 Höhenmeter – eine Tour voller Kontraste: Sonne und Regen, Rückenwind (selten) und Gegenwind (oft), einfache Unterkünfte und echte Highlights. Doch was immer blieb, war die gute Laune. Trotz müder Beine und spürbarem Muskelkater: eine unvergessliche Reise durch abwechslungsreiche Natur, schöne Radwege und viele kleine Abenteuer am Wegesrand.

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