Silvester Skitour 2013/2014 – Bericht online!

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Teilnehmer: André, Ben M., Fabian B., Fabian J., Jérémie, Jonas H., Katharina S., Lisa E., Lisa S., Marc, Max, Patrik, Sebi, Sunna, Vinc, Fabi G., Kati
Datum: 29.12.2013 – 1.1.2014

Weit entfernt von jeglichem Neujahrsstress, machte sich eine Truppe motivierter Schneesportler auf, die Einsamkeit und Schönheit der Natur zu suchen. Getrieben von Teamgeist und Abenteuerlust waren die Teilnehmerplätze schnell vergeben und das Team Aufbruch bereit.

Anreise / Aufstieg:
Von Karlsruhe aus ging es abends in 2 Teams los. Um am nächsten morgen wertvolle Zeit zu sparen, wurde auf halber Strecke ein Nachtlager bei Max und das andere bei Philipp aufgeschlagen. Neben weichen Betten und süßen Träumen gab es viele Leckereien, welche am nächsten morgen die benötigten Körner für den Aufstieg liefern sollten.

Silvester_2 Dankend für die ausgezeichnete Gastfreundschaft ging es Tags darauf in aller Frühe los. Treffpunkt sollte der Bergbahnen Parkplatz in Wirl (1655 m ü. M.) um 7.30 Uhr sein. Dort angekommen wurde sofort begonnen das Material, die Sicherheitsausrüstung sowie die Güter der Haute-Cuisine an die Teilnehmer zu verteilen. Nach einiger Vorbereitungszeit fiel der Startschuss und der Marsch konnte beginnen. Bei leichtem Schneefall und schlechter Sicht stiegen wir etwas abseits der Skipisten entlang des verschneiten Zeinisbachs auf. Anfangs bewegten wir uns in leichtem Gelände und konnten entlang der Loipe viel Strecke hinter uns bringen.Silvester_3
Nach etwa 3,5 Km legten wir eine kleine Stärkungspause ein, um uns physisch als auch psychisch auf den Anstieg einzustellen. Die nächsten Kilometer führten uns entlang eines wunderschön verschneiten Höhenwegs bis zur Verbellaalpe auf 1938 m ü. M wo wir eine weitere kleine Pause einlegten. Selbst der sonst an Höhen und Tiefen gewohnte Dortmunder unter uns, war froh seinen handlichen 80l Rucksack absetzen zu können.
Belohnt wurde die Mühe des Aufstiegs dann mit einem langsam aufklarenden Blick ins Tal. Nun galt es ein kurzes Steilstück zu bewältigen. Bald darauf tauchte die über dem Tal drohnende Heilbronner Hütte auf. Mit dem Ziel vor Augen ging es die letzten 3 Kilometer Talaufwärts – und dann war es endlich geschafft. Nach knapp sieben Stunden Aufstieg erreichten wir unser Quartier für die nächsten drei Nächte! Nach geschätzten zehn Kilo Lachsnudeln, ein paar Liedern und dem ein oder anderen Schnaps waren die Pläne für den restlichen Abend klar – Schlafen!

 

Tag 2:
„…Eine Skitour die ist lustig, eine Skitour die ist schön, denn da kann man hohe Berge
und noch manches andre hübsche sehn…“
Kaum waren die Strapazen des Vortages vergessen, standen bereits am nächsten Morgen fast alle pünktlich um 8.00 Uhr zum Aufbruch vor der Hütte bereit. Von strahlendem Sonnenschein begleitet machten wir uns auf nach Osten, den 300 Meter höher gelegenen Jöchligrat (2626 m ü. M.) zu besteigen. Über einen windigen Grat ging es nach einstündigem Aufstieg auf den Gipfel hinauf. Dort bot sich uns in der Morgensonne ein fabelhafter Blick über die Verwallgruppe. Nach dem traditionellen Gipfelschnäpsli ging es durch jungfräuliches Gelände mit knietiefem Powder zurück zur Hütte. Dort angekommen teilte sich die Gruppe auf. Die einen waren bereits mit der Planung der Silvester-Schneebar beschäftig, da machte sich der andere Teil zu einer weiteren kleinen Tour auf!
Richtung Süden machten wir uns auf. Bald überquerten wir den zugefrorenen Brüllenden See und standen am Fuße der Fluhspitzen. Da wir relativ schnell voran kamen beschlossen wir einen weiteren Gipfel zu erklimmen. Durch eine breite Rinne stiegen wir auf die mittlere Fluhenspitze (2653 m ü. M.) auf und zelebrierten eine sonnige Gipfelbrotzeit mit Blick über den Stausee.

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Die Mühen des Aufstiegs waren im Hinblick auf die grandiose Abfahrt ebenfalls schnell vergessen! Auch das erneute Auffellen und der Anstieg zur Hütte waren im Nu gemeistert. Als die Sonne ihre letzten Strahlen ins Tal warf waren alle bereits mit einem Siegesbier gewappnet und dieser traumhafte Tag wurde von der Hausbank aus verabschiedet.
Doch der Abend sollte nicht minder schlecht werden… 🙂
Tag 3 Silvester:
…Während die Schlangen in den Supermärkten immer länger, die Regale immer leerer, die Panik vor den Vorbereitungen des Abends immer größer wurden und auf jeder Straße im Lande Chaos herrschte, begann unser Tag um 7.00 Uhr sonnig, gemütlich und gelassen. Nach einem Frühstück machten wir uns Richtung Norden auf. Ziel der heutigen Tour war der Valschaviekopf (2696 m ü. M.). Die gewählte Aufstiegsroute liegt an der Südflanke des Berges und weist somit optimale Bräunungs- und Wohlfühlbedingungen auf. Nach zwei stündigem Aufstieg richteten wir ein Ski-Depot kurz unter dem Gipfel ein und das Gipfel-Wettrennen wurde im fliegenden Start eröffnet. Trotz der vermeintlich längeren Route über den Grad konnte sich Deutschland gegen Österreich durchsetzen und sich die erste Winterbesteigung der Saison sichern.

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Doch dies war angesichts der gemütlichen Gipfelpause und der bevorstehenden Powder-Abfahrt eher nebensächlich.
Während der eine Teil der Gruppe sich auf den Weg zur Hütte machte um die letzten Präparationen an der Schneebar vorzunehmen, versuchte sich der andere Teil an einem weiteren verlockenden Nordhang am Fuße des Stritkopfes (2604 m ü. M.). Leider mussten wir das Vorhaben jedoch frühzeitig beenden und nahmen dafür auf dem Heimweg noch einen kleinen Bonushang am Winterjöchli, nahe der Hütte mit.
Kaum an der Hütte angekommen wurde der Rest des Teams an der fertigen Schneebar empfangen. Diese konnte sich echt sehenlassen und steigerte die Freude auf den Abend enorm. Auch der Maître de Cuisine hatte noch ein Ass im Ärmel. Boeuf Bourguignon mit selbstgemachten Semmelknödeln sollte die Grundlage für den Silvesterabend sein. Und so nahm der Abend seinen Lauf… (einige Details sollen an dieser Stelle ausgelassen werden), lediglich die überragende Himbeer- und Feuerzangenbowle und deren beflügelnde Wirkung sollen an dieser Stelle kurz erwähnt werden 🙂

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Ausnüchtern / Abstieg:
Mit einigen Anlaufschwierigkeiten standen über kurz oder lang alle Powders wieder mit beiden Beinen im Leben. So war auch die Hütte schnell aufgeräumt und es konnte zum traditionellen Teil übergegangen werden. Bald hieß es „Nehmt Abschied Brüder, ungewiss ist alle Wiederkehr…“. Mit dieser Melodie im Kopf ging es entlang der Aufstiegsroute zurück zum Ausgangspunkt in Wirl!
So endet eine grandiose Skitour und es bleiben ein paar Fotos und die Erinnerung zurück. An dieser Stelle soll noch der Dank der Gruppe an Ben und Vince sowie den französischen Küchenchef Jérémie ausgesprochen werden, für eine super Organisation, Durchführung und eine Verköstigung von der noch lange auf allen DAV Hütten gesprochen werden wird. Nicht zuletzt wünschen wir allen Powders alles Gute für´s neue Jahr und hoffen ihr seid ähnlich gut reingerutscht wie wir!

 

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