2015 – (Winter)Orkan(Biwak)Waldwanderung

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„Wir gehen Winterbiwakieren – das heißt wandern (hoffentlich im Schnee), abends am Lagerfeuer sitzen und Schnaps trinken (wer will :D). Spontan können wir da ziemlich viel machen (Schneehöhle bauen, Schneeballschlacht) und die Nacht im Freien oder in einer Schutzhütte schlafen. Am nächsten Tag dann wieder heimfahren. Wenn genügend Schnee liegt und wir genug Schneeschuhe haben können wir auch Schneeschuhwandern:)“Soweit die Ankündigung dieses Events. Doch es sollte anders kommen.

Begonnen hat alles mit den Tiefs „Elon“ und „Felix“, welche innerhalb weniger Tage allen wunderschönen Powder im Schwarzwald zerstört haben, uns dafür aber die Orkanwarnung zurückließen.

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Schwarzwald ist Warnstufe 1? Safe! Denkt sich da der passionierte Powder und packt ein (Con-)
Jäckchen mehr mit ein.
So gerüstet ging es Samstagmorgen für unser storm chaser Team in aller Herrgottsfrühe von der KIT-Bibliothek auf zu den Höhenlagen des Schwarzwalds rund um die Badener Höhe und Schwarzenbachtalsperre. Leider hatten sowohl der Regen als auch Fabi abgesagt, sodass wir neben dem Schütten auch noch die Bedienung des Benzinkochers Marke „Höllenfeuer“ selbst übernehmen mussten.

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Hoffnungslos overequipped für die doch milden Temperaturen und so gar nicht vereisten Schlüsselstellen auf dem Weg zur Biwakschachtel „Wegscheid“ kam unsere Seilschaft zügig voran, sodass nach knapp 1,5h Aufstieg bereits Vesper angesagt war. Ein Basislager war schnell angelegt und der Gipfel des Tages (Badener Höhe, 1002,5m ü.NN) ausgemacht. Mit einem Auge auf den schwankenden Baumkronen und dem anderen fest auf den Weg gerichtet waren wir zügig unterwegs- unterbrochen wurden wir nur immer wieder vom Durst und den unergründlichen Tiefen der „Mutter aller Gipfelschnäpse“.

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Gar nicht so viel später hieß es dann schon „Berg Heil“, nachdem nach geringen Schwierigkeiten mit der Eingangstüre auch der Friedrichsturm auf der Badener Höhe trotz erheblicher Sturmböen bezwungen war.
Den Rückweg zum Basislager nutzen wir, um unsere Fähigkeiten in der Beurteilung der Tragfähigkeit von Eisdecken (Ist das safe? Ja, ist safe! Ist das sicher? Ne!), dem Fällen von stehendem Totholz und Flussüberquerungen zu erweitern.
Nach erfolgreicher Tour widmeten wir uns dem Projekt Höllenfeuer und der Mutter aller Gipfelschnäpse, welche endlich gegen 2100 dann auch mit traurig-hohlem Klang ihr Ende verkündete. Zum Glück war ja noch Glühwein da.
Die Nacht verlief ruhig- und laut unserem Nachtwächter Marius im Erdgeschoss auch ohne nennenswerte Zwischenfälle. Dafür war am Morgen die Freude umso größer- eine dünne Schicht Schnee lag um die Hütte!

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