2016 – Skiwochenende Osttirol

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An einem sonnigen Freitagmorgen versammelte sich eine bunt gemischte Gruppe zum fröhlichen auf-die-Autos-verteilen und Viel-Essen-und-Skiausrüstung-Umpacken auf einem Parkplatz in München. Nach der Umpackaktion waren die gefühlten 100 Lebensmitteltüten (wenn zwei hungrige Mädels einkaufen) verstaut und es ging los Richtung Süden. Während wir durch verschneite Täler fuhren wurden im Auto sämtliche Ausrüstungsthemen noch einmal durchdiskutiert. Lieblingsausdruck dabei waren definitiv die „krassen Powderlatten“ von Tobsen. Auf dem Weg fanden wir jede Menge glitzernden Schnee, der leider nach dem Felbertauerntunnel plötzlich verschwunden war. Nachdem wir bei Ankunft im Skigebiet dann noch feststellten, dass die Talabfahrt – an der Stelle wo Schnee sein sollte – eher Gras zu bieten hatte, ließen wir zwei trotzdem motivierte Pistenfahrer am Lift zurück und machten uns auf den Weg bis ans Talende auf der Suche nach Schnee. Ein Haufen (leicht chaotischer) Skitourengeher fand den Schnee am äußersten Ende des Tals. Dort erklärten wir interessierten Langläufern, dass die Skier ja auch jede Saison breiter werden, bevor wir uns dann doch entschlossen die Loipe nicht mehr zu blockieren.

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Zum Aufwärmen ging es also auf die nachmittägliche Skitour mit ganzen 40 Höhenmetern. Glücklicherweise schafften wir es direkt zu Beginn der Tour die 2 Meter zum ersten Gipfelkreuz(replikat) zu erklimmen, so dass es danach entspannt weitergehen konnte. An dem einzigen Hang des Nachmittags übten Tobsen, Lisa und Johanna vorsichtshalber gefühlte 30 Spitzkehren. Nach einer Familienportion Nudelsalat und weiteren Vespereien ging es zurück zu den Autos (nicht ohne auf dem Weg beinah einen kleinen Hund umzufahren).  Auf dem Weg zur Hütte in Mellitz – Bauernhaus 25, Straßennamen gibt es nicht – schalteten die Jungs nochmal sämtliche Elektronik ihrer Autos aus und hatten auch im Auto sichtlich Spaß im Schnee. Nachdem die Zimmer aufgeteilt waren und der Alkohol kalt gestellt, ging es auf ans Kochen – Unmengen von Spaghetti Carbonara (4 kg Nudeln, 40 Eier und jede Menge Parmesan und Speck für 15 Personen). Und für den Fall dass die Kalorien noch nicht ausreichen sollten, gab es auch noch Oreo Mascarpone Creme! Nach dem Abendessen wurden Felle gestreichelt und das innere Om diskutiert während ein kleiner Teil der Gruppe sich die Katzenposition auf dem Ofen krallte und die Wärme genoss. Draußen begann es zu schneien und die letzten zwei Chaoten schafften es bei ihrer Ankunft das Auto so geschickt zu parken, dass gleich mehrere Leute zum Schieben rauslaufen durften. Dafür kam mit ihnen auch noch ein wichtiges Highlight an – der PP-Ski mit den 3D gedruckten Powder Party Schnapsgläsern!! Dieser wurde gleich getestet und die Skitour für den nächsten Tag geplant – 1500 Höhenmeter (uff).

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Am nächsten Morgen ging es früh los. Bei wunderbarem Wetter arbeiteten wir uns langsam den Waldweg hoch. Vinc versteckte sich als offizieller Paparazzi in einigen Kurven und wir schafften es nach und nach eine kleine Autobahn in den Waldweg zu spuren. Im ersten steileren Waldstück hatten wir die ersten Verluste zu beklagen. Während Marius an schlechtem Material scheiterte, verließ Johanna langsam die Kraft und so waren es plötzlich nur noch 11 kleine Powders die sich weiter auf den Weg machten. Auch sie erreichten das hochgesteckte Ziel, den Gipfel, nach 1500 Hm nicht. Bens steile Spur und die vielen Bäume zehrten an der Kraft und Moral mancher teilweise doch nicht allzu erfahrenen Teilnehmer. So wurde auf einer schönen Schulter gerastet und sich auf die schöne Powderabfahrt vorbereitet. Den eins konnte man im Aufstieg bereits bemerken: wir sind komplett alleine, alles ist unverspurt und es liegt tollster Powder!

Für Marius und Johanna ging es währenddessen gemütlich in strahlendem Sonnenschein nach unten, natürlich erst nach ein paar schönen Stürzen im Tiefschnee. In der Hütte wurde nach einem gemütlichen Almdudler in der Sonne währenddessen eine Riesenmenge Powder Party Kirschdessert gezaubert. Nach der Rückkehr aller Skitourengeher und Pistenfahrer ging es an die Zubereitung von noch mehr Essen – die Vorspeise bestehend aus überbackenem Ziegenkäse (Sternekoch Mario!) und die Hauptspeise Tartiflette machten selbst die hungrigsten Powders satt und bereiteten uns auf die Feuerzangenbowle vor. Während dem Essen schwankten die Gesprächsthemen zwischen Kerben im Schambein und der geplanten Rodelaction wohingegen danach im Nebenzimmer ein paar Ski von sieben Männern eingestellt wurde, während in der Küche fleissig gespült wurde. 😉

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Nach ein paar Bechern Feuerzangenbowle ging es runter ins Dorf, wo (so versprach es Kathy zumindest) ein Bus uns am Fuß der Rodelbahn einsammeln würde. Praktischerweise ging der Weg bergab über die Skipiste die auch gut auf dem Po befahrbar war. An der Rodelbahn angelangt wurde erstmal das Diskolicht aktiviert bevor es zu 14 Leuten mit dem VW Bus zur Hütte ging. Dort angelangt stürmten wir die Dorfdisco Würfelhütten Party und ließen nach und nach die Kleiderschichten zu Klassikern wie dem Sauerlandlied 😉 fallen. Während Andre den lokalen Damen den Kopf verdrehte und sich Moves beibringen ließ, sprang Vinc dem Rest mit den Skischuhen auf die Füße und Ben übte sich im „ich brauch kein Rhythmusgefühl oder Schritte“ Tanzstil. Zur allgemeinen Erheiterung verteilte Kathy noch Unmengen an Knicklichtern die sich zu unseren Skiunterwäsche Outfits besonders gut machten. Nach 2 oder 3 durchgetanzten Stunden ging es zur Abfahrt. 14 Leute starteten fast zeitgleich mit ihren Rodeln auf die über 2km lange Strecke und schon in der ersten Kurve zeigte sich, dass schnell starten auch oft schnell gegen die nächste Bande fahren bedeutete. Und so arbeiteten wir uns die beleuchtete Strecke mit viel Geschrei, Unfällen und einem verlorenen Vinc herunter. Während die Sieger (oder die die es glaubten zu sein) sich schon mal selbst ehrten trudelte auch Vinc ein und wurde von der Hälfte noch vor Zieleinfahrt getackelt. Zur allgemeinen Begeisterung kam der VW-Bus Fahrer und fuhr ein paar müde Powders fast bis zum Bauernhaus.

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Am nächsten Tag war zwar eine leichte Müdigkeit zu spüren während es ans Aufräumen ging, doch wir schafften es tatsächlich einigermaßen pünktlich aus dem Haus. Dann trennte sich die Gruppe. Während sich ein paar müde Münchner gleich auf den Heimweg machten, gefolgt von der vollbepackten Karlsruher Crew fuhr der Rest noch fleißig zur Piste. Hier ging es dann um die 3 Grundgesetze des Pistenskifahrens: Helm auf & Hirn aus, wer nicht fällt, fährt nicht am Limit und lieber tot als Zweiter. Es ging mit Vollgas die Piste runter!

Am Ende schafften es alle glücklich und zufrieden wieder nach Hause und dank Organisation von Kathy (mit speziellem Rodelgeheimtipp für die Party Hütte) und Kochkünsten, Buttons und Materialunterstützung von Mario war das Skiwochenende super gelungen und die Powders powderten glücklich bis an ihr Lebensende.

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