2017 – Alb Extrem

Allgemein ist ja bekannt, dass die sportbegeisterten Powders gerne schweißtreibende Arbeit in Kauf nehmen, auf der Suche nach immer neuen Herausforderungen. Wenn man Anstrengung, Landschaft und Powder Party in einem verbinden kann, ist das perfekte Event gefunden. So auch der Alb-Extrem Radmarathon mit seinen 177 Kilometern Strecke und ca. 3000 Höhenmeter, die es mit dem Rad zu bewältigen galt.

Unserem Organisator Julian sei Dank, der dieses Event quasi schon zu einem festen Bestandteil des Sommerprogramms etabliert hat und uns am Abend vor dem großen Tag zu einer leckeren Glykogen-Superkompensation, kurz Pasta-Party, bei sich eingeladen hat. So konnten wir uns bei gutem Essen und dem ein oder anderen isotonischen Powerdrink auf die bevorstehende To(rt)ur einstellen. Hierzu gab es Tipps vom Local und Hausherrn, die aufgrund des neuen Streckenverlaufs von den Neulingen aber auch den alten Hasen zu beachten waren.

Nach einer kurzen Nacht im Zelt, Camper oder der Sporthalle klingelte der Wecker um Vier, damit wir es nach dem reichhaltigen Frühstück rechtzeitig an einen der Startpunkte schafften. Als um 5:30 Uhr der Startschuss gefallen ist, ging es los und wir konnten es kaum erwarten endlich in die Pedale zu treten. Der erste Anstieg ließ nicht lange auf sich warten und man wusste, es würde noch lange nicht der Letzte sein. Wie es hinaufging, ging es auch wieder runter und man konnte den Drahtesel mal richtig laufen lassen.

Man sagt, es sei ein übertrainierter Powder gesichtet worden, der es nicht einmal als sinnvoll erachtete vor der Fahrt die schweren Schutzbleche und den Dynamo vom Stahlrahmen abzunehmen, was bei dem ein oder anderen Carbon-Fetischisten hin und wieder für irritierte Blicke sorgte 😉

Die erste Verpflegungsstation erreichten wir nach 67 km. Von Wurst- und Käsebrot, über Obst, Brezel und Riegel war alles geboten was das Radlerherz begehrt. Nachdem dann auch die Getränkereserven wieder aufgefüllt waren, ging es gestärkt weiter zum zweiten Abschnitt der Runde. Auch hier waren unsere Waden und Schenkel nicht zu wenig gefordert und das immerwährende Auf und Ab setzte sich fort.

Der Gedanke an die bereits zurückgelegte Strecke trieb einen immer weiter an und so wurde ein Abschnitt nach dem Nächsten gemeistert, unterbrochen durch die Pausen an den Verpflegungsstationen, wo wir uns kräftig an Joghurt, Kuchen, Brühe und Hefezopf bedienten, um nur ein paar weitere Highlights zu erwähnen. Der Radmarathon war durchweg geprägt von einer lockeren Atmosphäre und auch der Austausch mit anderen Teilnehmern kam nie zu kurz.

Nach einigen Stunden anstrengender aber genussreicher Fahrt auf der landschaftlich schönen Alb erreichten wir dann das Ziel und konnten das lang ersehnte, wohlverdiente, isotonische Zielwasser zu uns nehmen. So ging ein weiteres schönes Event zu Ende mit der Vorfreude auf die nächste Alb-Extrem. Denn nach der Qual überwiegt die Zufriedenheit und der Gedanke an einen überragenden Tag. Fängt man einmal damit an, wird es wohl schwer sich der Verlockung des Adrenalins zu entziehen, und so werden auch beim nächsten mal wieder einige Powders dem Laktat frönen und möglicherweise die Herausforderung der längeren Strecken bis über 300 km annehmen…

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