2017 – Fortgeschrittenen Skitour Allgäu

Samstags morgens um 3 brechen 6 skiwütige Powders auf, um das Wochenende in der Bergwelt rund um die Schwarzenberghütte zu verbringen. Der siebte Teilnehmer der Tour wurde kurz darauf in Leonberg abgeholt und auf leeren Straßen kamen sie zur ersten Dämmerung um 6:26 in Hinterstein an. Nach kurzem Warten an der Tür der Bäckerei, welche pünktlich um 6:30 öffnete, wurde bei Kaffee und Backwaren die Skitour besprochen. Die ursprüngliche Idee die 10km bis zum Giebelhaus auf Skiern zu begehen wurde aufgrund von Schneemangel verworfen und auch die Option die Distanz zu Fuß zu überbrücken war nicht beliebt und wurde zugunsten des Busses verworfen. Dieser fuhr jedoch erst um 9:15, wodurch wir die verbleibende Zeit mit Diskussionen über diverse Themen verbrachten, insbesondere kam die Frage auf, zu welchem Land der Hohe Ifen gehört, was uns noch das übrige Wochenende beschäftigte. (Anm. d. Red.: Ganz klar Österreich, Wikipedia lügt!)

Bei Ankunft des Busses am Giebelhaus und dem Kommando „Anfellen“ fiel Felix auf, dass er seine Felle im Auto vergessen hatte und drehte daher eine Ehrenrunde mit dem Bus, während die restliche Truppe gemütlich auf die Schwarzenberghütte bei ausreichend Schnee auf einem Forstweg aufstieg. Im Beast-Mode aufsteigend traf Felix die Truppe schließlich auf der Hütte beim Vesper an und nachdem jeder sein Kaltgetränk getrunken hatte, ging es los Richtung großer Daumen.

Mit zunehmender Höhe wuchs die Schneehöhe und die Vorfreude auf die Abfahrt. Bei strahlender Sonne erreichten wir letztendlich den Grat mit einer strahlenden Aussicht ins schneelose Alpenvorland und den schneebedeckten Bergen in der anderen Richtung. Wir querten nun noch den Grat über den kleinen bis zum großen Daumen, wo wir unser Gipfelvesper verzehrten. Die darauffolgende Abfahrt war grandios, nur leider wie immer viel zu kurz. Am Abend auf der Hütte wurde daher nach der sehr leckeren Linsensuppe mit Wienern der Plan für den nächsten Tag geschmiedet. Die Frage, zu welchem Land der Hohe Ifen gehörte, konnte weiterhin nicht geklärt werden, der Plan für den nächsten Tag war jedoch gefasst und um 10 gingen dann auch die letzten im privaten 7er Zimmer zu Bett.

Am nächsten Morgen erwartete uns Nebel, Wolken und fast 10 cm frischer Powder. Voller Energie ging es daher los. Nach einer kurzen unangenehmen Zwischenabfahrt über eine Wiese mit nur einer sehr dünnen Schneedecke begann der Aufstieg. Alina ging hierbei wie am Vortag voraus und spurte dank des Neuschnees eine frische Aufstiegsspur. Bald hörte der Schneefall auf und die Sonne kam zum Vorschein und zeigte die ganze Bergpracht. Bei der zweiten Vesperpause beobachteten wir zwei andere Tourengruppen, welche sich am folgenden sehr steilen Anstieg versuchten. Als die erste Gruppe nach einigen Stürzen und missglückten Spitzkehren aufgab und begann abzufellen, überlegten wir, ob wir weiter aufsteigen sollten. Aufgrund mangelnder Erfahrung im Aufstieg von extremen Steilhängen entschieden sich Felix und Moritz abzufahren und die ersten Linien in den frischen Pulverschnee zu ziehen.

Die restliche Truppe meisterte, nur teilweise mit Harscheisen ausgestattet, den Steilhang und stieg fast zum Gipfel des Schochen auf, der uns leider aufgrund der Lawinensituation verwehrt wurde, während die anderen bereits ein kühles Getränk im Giebelhaus in der Sonne sitzend tranken. Bald darauf erreichte auch die Gipfeltruppe das Giebelhaus und es ging mit dem Bus zurück zu den Autos, um die Rückreise anzutreten.

Zusammenfassend eine wunderbare Tour bei schönstem Wetter, die Lust auf mehr macht. Hoffentlich schneit es diesen Winter noch einmal kräftig, um erneut durch frischen Pulverschnee zu fahren =)

 

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