2017 – Rothaus-Skitour

Freitag Abend-Feierabend-Navi auf „Grafenhausen”-los gehts! – Und das Beste: Schnee ist auch im Anmarsch!!

Aufgrund der hervorragenden powderpartyschen Vernetzung hatte es sich ergeben, dass wir zu einer Brauereiführung mit Abendessen in die Badische Staatsbrauerei Rothaus eingeladen wurden. Und wo Bier ist, ist auch ein Berg! Zumindest auf Rothaus, mitten in den Höhen des Südschwarzwaldes gelegen, trifft das gänzlich zu.

Das Rahmenprogramm war also klar – Tourenskier raus und hinauf. Fehlte nur noch eins, Schnee! Aber genau mit diesem Wochenende kam der so lange ersehnte Wintereinbruch und bescherte uns grandiose Bedingungen.

Nachdem ein Teil der Truppe Freitagnacht bei Schneefall schon erste Spuren in den rothauser Haushang gezogen und so manches Zäpfle genossen hatte, stieß der zweite Teil am Samstag Morgen dazu. Von Bernau-Hof sollte das Herzogenhorn unser erstes Ziel werden. Die Schneemengen gepaart mit idealer Eisunterlage machten teils schon die Anfahrt und das Parken zum Erlebnis. Mit vereinten Kräften und dank Schneeketten, standen wir aber mit nur „minimaler” Verspätung abmarschbereit auf den befellten Skiern – und Splitboards – und Schneeschuhen.

Der sorgfältig gepackte Proviant-Schlitten wurde im tiefen Schnee bald zur Last und musste zurück gelassen werden – die Eiszäpfle wurden natürlich in Rucksäcken weitertransportiert. Der anhaltende Schneefall versüßte den Aufstieg und trieb Freudentränen ins Auge – endlich mal wieder richtig Winter. Am eisigen Gipfel angekommen, gabs unter Christophs Jagdhornklängen eine bierhaltige Stärkung. Und bevor wir selbst zu Eiszäpfle erstarrten, wurde die genussreiche Abfahrt angetreten. Besonders im unteren Abschnitt ein Powdertraum und zu den Freudentränen gesellten sich Freudenschreie von allen Seiten.

Dass diese Bedingungen quasi zur weiteren Liftbenutzung zwangen war keine lange Diskussion und ebenso schnell war ein Sonderpreis für die 2h-Karte am Hofecklift ausgehandelt. Die Zeit bis zur Brauereiführung am späten Nachmittag wurde so mit zahlreichen weiteren powderhaften Abfahrten gefüllt.

Kurz vor Vier standen dann 16 ungeduschte Powders im Brauerei-Fanshop bereit, 3 fehlten. Mit gewohnt “minimaler” Verspätung ging es somit los auf Bierbildungsreise. Thomas und Gabriel, deren Einladung wir gefolgt waren, führten uns durch die heiligen Hallen und ließen uns reichlich an ihrer Expertise teilhaben. Hochmoderne Technik und Logistik verbunden mit traditionellem Handwerk machten Eindruck. Highlight war natürlich die Bierprobe direkt unfiltriert aus dem 180.000-Liter-Tank. „Laufen lassen“ für Profis!  So war der Durst etwas gestillt bevor der Hunger uns dann unwiderstehlich in Richtung Brauerei-Schalander trieb, wo reichlich aufgetischt wurde. Keine Frage, auch zu trinken gab es reichlich.

Und weil in Rothaus seit geraumer Zeit auch feinster Schwarzwälder Whiskey reift, gabs zum Dessert noch ein besonderes Schmankerl der hochprozentigeren Art im Allerheiligsten der Brauerei.

Unser aller Dankbarkeit für die Gastfreundschaft verlieh der bierselige Jochen dann in neuen Hobelbank-Versen Ausdruck. “Ist das nicht der Thomas Strecker? Schmeckt uns net sein Bier so lecker? Ist das nicht die Biergit Kraft? Schenkt sie uns nicht Lebenssaft?” Später sollte der Dank noch durch einen Bieröffner aus der PP-Collection und den standesgemäßen Event-Button bekräftigt werden.

Zum Abschluss zogen wir geschlossen weiter in Gabriels nahegelegene Wohnung, unser Nachtquartier, wo wir den späten Abend weiter bierverkostend und musizierend ausklingen ließen.

Dank hochwertigem Bier unverkatert wurden wir am Sonntag von Brezelduft geweckt. Ein Weißwurstfrühstück spendete die Kraft für weitere Powderambitionen, so ging es los zum Feldberg. Frau Holle hatte die ganze Nacht durchgearbeitet und uns noch mal richtig Powder vor die Hütte gelegt. Der Aufstieg durch den Wald ließ uns gut schwitzen und trieb abermals die Freudentränen in die Augen – wann ist denn sonst das letzte mal einer von uns wegen zu viel Schnee am Berg rückwärts umgekippt?

Am Gipfel wurde deshalb auch nicht zu viel Zeit verloren, schließlich waren alle heiß auf die Abfahrt. Schnorchel ausgepackt & los ging es! Die Abfahrt lässt sich in Worten nicht nacherzählen – deep, deeper, Schwarzwald!

Den Parkplatz verließen wir alle mit einem neuen Button geschmückt und mit dem Wissen, für das erste Event des Jahres alles richtig gemacht zu haben: Powder& Bier& Powder!

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