2017 – Kletterwochenende Donautal

Am Himmelfahrts-Donnerstag brachen wir kletterhungrigen Powders schon früh aus Karlsruhe auf um uns im Donautal den besten Campinspot zu sichern. Direkt an der Donau wurden fix Zelte aufgebaut und die Hängematten gespannt. Mit Badeplatz, natürlicher Bierkühlung und Felsblick wollten wir uns definitv nicht beschweren und das verlängerte Kletterwochenende konnte losgehen.

Vollgepackt mit Exen, Seilen und co. stapften wir von unserem Basislager hoch zu den Hausener Felsen, wo uns genügend Kletterspots für vier Tage erwarteten.
In diesem Gebiet machte die etwas spärlichere Absicherung der Psyche manchmal schon etwas zu schaffen und so wurde gleich auch mal der Gebrauch mobiler Sicherungsmittel geübt und praktiziert.

Auf dem Rückweg von unseren Felsen zum Campingplatz gab es immer zwei Möglichkeiten: Der lange Weg über die Brücke oder der kurze Weg durch die Donau direkt zum Zelt.
So kamen unsere Zeltnachbarn also allabendlich in den Genuss, durch den Fluss watende Powders in Unterwäsche mit schwerem Rucksack über dem Kopf zu betrachten, die dabei auch noch unglaublich gut und durchtrainiert aussahen!

Am Freitag ging es endlich los mit der ersten Mehrseillängentour. Mit zwei 3er Seilschaften direkt nebeineinander landeten wir in der Mitte plötzlich beim selben Standplatz mit nur einem einzigen Ring. Um sich gegenseitig und anderen Kletterern nicht in den Weg zu kommen, mussten wir dort dann doch ziemlich lang verweilen, so standen vier Männer kuschlig eng beisammen in luftiger Höhe und die prall scheinende Sonne machte das ganze sogar noch heißer.

Nach solch testosterongeladenen Klettertagen sorgten wir pflichtbewusst für eine gute Kühlung sowohl von außen (Donau) als auch von innen (Zäpfle) und kamen außerdem in den Genuss von Gegrilltem oder diversen exquisiten Speisen aus der Küche unseres Gourmetkochs Julian (“ Der Emmentaler kommt nicht ins Risotto!“). Für geistig anspruchsvolle und höchst wertvolle Sprüche am Abend (und manchmal auch Morgen) fühlten sich die 5 Jungs gleichermaßen verantwortlich und wurden von Cora stets mit – sagen wir begeisterten – Blicken gewürdigt.

Mit den Tagen verzogen wir uns bei steigenden Temperaturen bis über 30°C mehr und mehr in den Schatten an die Nordwände und kletterten dort noch weiter, bis pünktlich zu unserem Aufbruch am Sonntag, nach 4 Tagen Sonne, der Regen einsetzte.

Wir blicken zurück auf ein gelungenes Wochenende und freuen uns nun darauf den Schweiß und Dreck abzuwaschen, nachdem für so manchen die Donau die einzige Dusche war.

 

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