Bericht zum zweiten Segeltörn online

16. bis 21. Oktober 2013, Ijsselmeer / Niederlande
Teilnehmer: Fabian Bill, Benjamin Michelfelder, Vincent Ehrmann, Mario Planeck, Fabian Götz, André Keller

Tag 1:
16. April um 6:40Uhr: Zunächst wurden die Nachzügler aus der Veilchenstraße 16 geweckt. Dennoch kamen wir nahezu pünktlich los und brechen gegen 06.50 Uhr auf in Richtung Holland. Trotz zweier kurzer Stopps um den Getränkevorrat aufzustocken und Fabi Götz unterwegs noch aufzusammeln, erreichten wir unser Ziel Lemmer am Ijsselmeer noch planmäßig um 13.00Uhr. Unsere Segelyacht war eine schicke Bavaria 36 mit Teakholzausstattung und dem für uns passenden Namen „Partnership“. Sie bot genügend Platz für uns sechs inkl. umfangreichem Gepäck und Proviant.
Nach kurzer Einführung in die Welt der Seile und Knoten durch unseren Kapitän Fabi Bill konnten wir dann auch gleich noch zu einer Jungfernfahrt aufbrechen. Diese endete jedoch sehr abrupt als unser Kiel plötzlich im Schlick festsaß. Danke an dieser Stelle an den Vermieter der Yacht, der uns glaubhaft versicherte, dass man an dieser Stelle ÜBERALL segeln kann (obwohl das in der Karte anders aussah). Glücklicherweise konnte uns jedoch ein vorbeifahrendes Pärchen im Motorboot aus dieser unglücklichen Lage befreien.
Am Abend wurden wir dann von unserem Smutje Vinc mit einem überragenden Abendessen – der Obergeilheit – bekocht.
Highlight des Abends war dann die Verteilung der Powder Pary Gimmicks. Neben der selbstgebastelten Laterne von Vinc, hatte sich Fabi für seine Crew etwas ganz Besonderes ausgedacht und so erhielten wir alle mit Logo bestickte Badehandtücher. Voller Freude über den neuen Besitz mussten wir das eben erhaltene Gimmick auch gleich auf volle Funktion überprüfen und so gab es zu später Stunde nach einem kurzen Bad im eiskalten Ijsselmeer eine heiße Dusche.


Tag 2:

Am nächsten Tag warteten wir während des Frühstücks gespannt auf die aktuellen Windmeldungen – „zeven“ war die Zahl die uns zunächst allen ein Lächeln aufs Gesicht zauberte. Nach kurzem Gespräch mit dem Verleihservice war aber schnell klar, dass unsere 100€ all inclusive Versicherung dann doch nur bis Windstärke 6 greift. So entschieden wir uns dazu – statt mit dem Segel – unter Motor über die Binnenkanäle nach Stavoren zu schippern. Dort angekommen, konnten wir dann die Kiter und Windsurfer bewundern, die den pfeifenden Wind in vollen Zügen zu genießen schienen.
Nachdem wir noch einen Anlegertee kredenzten, hatten wir – nach einem weiteren üppigen Festmahl aus der Bordküche, bei ein paar Bier und guter Musik – einen schönen Abend. Wer wollte, hatte noch die Gelegenheit seine Nähkünste an der neuen Powder Party Fahne unter Beweis zu stellen.

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Tag 3:
Nach einem leckeren Frühstück und der Meldung vier – vijf Windstärken, nahmen wir noch ein kurzes Abschlussbad und gegen 11 Uhr ging es dann los in Richtung Enkhuizen. Zum ersten Mal stand unser Segel nun richtig im Wing und wir konnten in der Spitze bis zu 8 Knoten Fahrt machen. Diese Bedingungen gaben uns dann auch die Möglichkeit auf dem Weg noch das ein oder andere Manöver zu üben. Das Wetter spielte ebenfalls mit und so hatten wir einen wundervollen Tag auf See. Enkhuizen ist ein nettes Städtchen mit vielen kleinen verwinkelten Gassen. Nach einem Ausflug in die Stadt ließen wir den Rest des Abends dann aber an Deck ausklingen. Da wir unserem Smutje auch mal eine Auszeit geben wollten, hat uns an diesem Abend Mario mit leckeren Linsen und Spätzle zum Abendessen überrascht.

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Tag 4:
Tag 4 startete mit einem großartigen englischen Frühstück bei dem es wirklich an gar nichts fehlte. Mit dieser Stärkung machten wir uns dann auch eifrig auf den Weg Richtung Hoorn. Die Windverhältnisse waren erneut sehr gut und so konnten wir einen weiteren Tag unter Segel zurücklegen. Im Hafen von Hoorn erwarteten uns dann auch noch einige richtig alte und sehr beindruckende Segelboote, die das dortige Museum besitzt.
Zum Anlegertee gab es eine richtige Überraschung. André hatte bereits mittags auf hoher See – im Stile eines echten Konditors – ein paar Zutaten für einen Kuchen zusammengeworfen. Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg in die Stadt, da uns noch das Hackfleisch für die Bolognese fehlte. Den Supermarkt erreichten wir im strömenden Regen leider erst kurz nach Ladenschluss und auch unsere Bettelversuche ließen die Kassiererin kalt.
So machten wir uns wieder auf den Rückweg Richtung Hafen, konnten aber wenigstens noch ein paar sehr interessante Eindrücke in dem kleinen Städtchen sammeln. Auf Bier und Kochen hatte dann irgendwie auch keiner mehr wirklich Lust und so begnügten wir uns mit Wasser, Cola, Chips und einem Reste-Vesper.

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Tag 5:
Bereits um 06.30 Uhr in der Früh waren die ersten wieder auf den Beinen, da der weite Rückweg nach Lemmer anstand. Leider standen wir jedoch an den Waschräumen nur vor verschlossenen Türen. Wir nutzen somit die Zeit das Boot klar zu machen und den Wassertank nochmal komplett aufzufüllen, bevor es dann wieder raus aufs Meer ging. Mit Kurs auf Lemmer und durchschnittlichen 5-6 Knoten Fahrt kamen wir dem Ziel dann sogar noch schneller als geplant näher. So blieb uns noch genügend Zeit für die traditionelle Stadtrundfahrt mit der Yacht durch Lemmer.
Ein letzter Ausflug ins kalte Nass für die GoPro wurde mit einem kühlen Bier unter der heißen Dusche belohnt. Ein letztes Mal konnten wir noch die kulinarischen Fertigkeiten von Vinc genießen. Als dann am nächsten Morgen die mittlerweile fertiggestellte und gehisste PP-Flagge eingerollt war, machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Karlsruhe. Ein wunderschöner Segeltrip nahm sein Ende.

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