2016 – Extreme Ironing Kleinwalsertal

1a„Extrembügeln ist eine ausschließlich im Freien ausgetragene Extremsportart mit dem Ziel selbst unter anspruchsvollsten klimatischen, geographischen und körperlichen Bedingungen mittels eines heißen Bügeleisens und eines Bügelbretts Wäsche zu bügeln“ (Wikipedia)

Zu den Pionieren dieses noch jungen Sports gehören seit dem vergangenen Wochenende auch 8 Powders, die sich auf den Weg in das österreichische Kleinwalsertal machten, um die umliegenden Gipfel standesgemäß erstzubebügeln. Die „Einsteigerwanderung“ wandelte sich auf Grund der herausragenden bergsteigerischen Fähigkeiten und körperlichen Kondition der kühnen Bügelavantgardisten eher zum „Einsteigerextrembügeln“. Die Wetterbedingungen waren dabei alles andere als einfach und wären einem Mudiator würdig: bei Lufttemperaturen um die 10 Grad und waagerechtem Nieselregen waren alle Bügler froh über ein heißes Eisen in ihren Händen. Nachdem tiefe Schlamm-Kuhdung-Gräben und schmale Grate überwunden wurden, kamen auf dem namentlich passenden Gipfel des Greenhorns alle Bügelneulinge auf ihre Kosten.2

 

Bereits um 5 Uhr am nächsten Morgen hielt die Powders nichts mehr in ihrem gemütlichen Bettenlager auf der Schwarzwasserhütte. Mit geschulterten Brettern ging es auf den Gipfel des Steinmandel. Bei frisch aufgebrühtem Espresso und aufgehender Sonne wurde über die richtige Technik und das neuste Material gefachsimpelt. 86

Nach diesem gelungenen Start in den sonnigen Tag ging es in gebügelten Hemden zurück zur Hütte zum Frühstück. Die Stärkung war auch dringend nötig, denn vor der Gruppe stand noch die größte Herausforderung des Wochenendes: die Erstbebügelung des Hohen Ifen. 11Unter erschwerten Bedingungen (Bügelsportamateure (aka Seilbahnzombies), die sich ständig nach Sinn und Zweck der Bretter und Eisen erkundigten) ging es über den schönen Eugen-Köhler-Weg auf den Gipfel. Auf Grund des großen Zuschauerandrangs mussten die Bretter etwas abseits des Gipfelkreuzes aufgebaut werden, um die konzentrierten Bügler nicht zu arg abzulenken.12

Zurück auf der Hütte blieb auch hier ganz unter dem Motto „Reinbügeln“ kein Auge trocken. Bei Speis und Trank beflügelte geselliges Kartenspielen die Fantasie und den Humor aller Beteiligten. Am Sonntag ging es schließlich über einige weitere Grade und Gipfel zurück ins Tal. Nachdem wir erneut großes Glück mit der Sonne hatten, sahen nicht nur unsere Shirts, sondern auch einige Nacken so aus, als wären sie etwas zu lang gebügelt worden.  Zudem waren am Ende nicht nur die Wäsche und die Bügler, sondern auch deren Humor sehr platt.

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