2018 – Skitour mit Iglu

Unter dem Motto „How hard can it be?“ fuhren wir für ein Wochenende ins Kleinwalsertal, mit dem Ziel, im Iglu zu übernachten und ein paar schöne Skitouren zu machen. Bei bestem Wetter stiegen wir mit vollbepackten Rucksäcken zur Ifersguntenalpe auf. Im Gepäck hatten wir Übernachtungszeug, ein Schneezelt, Schneesägen, jede Menge Essen und 6 Liter selbst gemachten Cider.

Demzufolge kamen wir beim Aufstieg ordentlich ins Schwitzen. Die Alpe war ein perfekter Bauplatz für unsere Iglus, weil sich eine große Wechte hervorragend als Steinbruch eignete. Einige hatten bereits Iglu-Bau-Erfahrung und mit unseren hochprofessionellen Sägen und ausgefeilter Baukunst haben wir uns 3 stattliche Iglus gezimmert, die auch alle über Nacht standhielten.

Nach einigen Stunden harter Arbeit wollten wir nun auch ein wenig Skivergnügen und der Großteil der Gruppe machte sich bereits im Dunkeln noch auf zu einem kleineren Gipfel. Dank sternenklarer Nacht und hellem Mond konnten wir das Bergpanorama ganz ohne Lampen genießen und wurden mit einer kleinen, aber sehr feinen Abfahrt belohnt. Zum Essen haben wir es uns dann im Schneezelt gemütlich gemacht und der Abend wurde verfeinert durch eine ordentliche Menge heißen Cider mit Glühweingewürz, für Kenner auch bekannt unter dem Namen „Glider“.

Da nun die erste Challenge, der erfolgreiche Iglu-Bau, absolviert wurde, hat uns Marcel mit einem äußerst sexy Gimmick belohnt, um noch einmal das Motto der ganzen Unternehmung zu betonen. Da ein Team der Meinung war, beim Bau des Iglus mehr Wert auf eine ausladende Eingangshalle anstatt auf ausreichend Liegefläche zu legen, kam es nachts zu mehreren „Abstürzen“. Die Nacht war also für jeden von uns unterschiedlich erholsam und wir waren morgens mehr oder eben weniger ausgeschlafen.

Die zweite Challenge hieß nun Hoher Ifen und nach einem ausgedehnten Frühstück, von Müsli über Brot bis hin zu Rührei (!), machten wir uns auf zu dem sehr markanten Gipfel, den wir nun die ganze Zeit schon von unserem Lager aus betrachten konnten. Da die Sonne leider nicht so ganz rauskommen wollte, war der Schnee überall sehr hart bzw. vereist. Bis zum steilsten Stück konnten wir mit Harscheisen gehen, für ein paar Meter mussten wir dann aber die Ski abschnallen.

Nach dem steilen Couloir folgte dann nur noch ein gemächlicher Anstieg über das Gipfelplateau bis hin zum Gipfelkreuz. Der Erfolg wurde natürlich erstmal mit dem obligatorischen Gipfelbier gefeiert. Die Abfahrt gestaltete sich aufgrund der Schneebedingungen schon etwas kniffliger und wir hatten wohl einen Schutzengel dabei, weil gerade im Steilstück ein Sturz auch hätte weniger glücklich ausgehen können. Wir kamen aber alle heil unten an und hatten noch Bock auf einen zweiten Gipfel und so ging es weiter zum Hählekopf.

Von dort fuhren wir zu unseren Iglus ab und nach einem kleinen Vesper ging es dann ganz ins Tal hinunter. Die letzten Kräfte raubte uns schließlich der Ziehweg zurück zum Parkplatz, doch auch den meisterten wir mit Bravour und genossen im Anschluss die 3,5 stündige Rückfahrt nach Karlsruhe.

 

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