2015 – Surfen in St. Girons Plage

GruppeNach einigem Bemühen einen Termin zu finden, der es möglichst vielen Powders ermöglichen sollte mit auf den hoffentlich sonnigen und wellenreiche Wochentrip zu gehen, starteten am 19.06.2015 letztlich 6 Powders Richtung Atlantik. Aus der Auswahl an Camps, die unsere beiden Organisatoren für uns rausgesucht hatten – hier gleich noch mal ein riesen Dank an die Beiden! Hoffentlich klappt das bald wieder! – hatte sich schnell das am nahesten gelegene St. Girons Plage im Süden Frankreichs als Favorit herauskristallisiert. Also ging es gleich freitags um zehn Uhr abends von der Uni Bib los auf die gut 12 stündige Fahrt, um die nächtlich leeren Straßen und gleich den ersten vollen Strandtag zu nutzen. Dieser Plan, so wie überhaupt auch alles andere, ging voll auf und wir lagen nach einer völlig unkomplizierten Fahrt schon um 1 am Samstagmittag das erste Mal am Strand, hatten unsere Zelte bezogen und uns einen ersten Eindruck vom fast leeren Camp gemacht. Außer uns waren nämlich gerade einmal gut 10 andere Wellenbegeisterte im Camp, sodass wir die ganze Woche in einer sehr freundschaftlichen Atmosphäre mit den anderen Campbewohnern und Angestellten des Camps verbrachten. Was für uns harmonierverwöhnte Powders natürlich ungemein wichtig war.
Ganz im Gegensatz dazu hatte es das deutsche Wetter mit uns diesen Frühsommer ja noch nicht allzu gut gemeint. Diese Steilvorlage ließ sich das französische Pendant natürlich nicht entgehen und begrüßte uns bereits bei der Ankunft mit angenehmen 25° C und Sonnenschein. So blieb es auch die ganze Woche über, mit tendenziell steigenden Temperaturen und wolkenlosem Himmel, sodass die Chillzone des Camps im schattenspendenden Kiefernwald zum mittäglichen Treffpunkt wurden, um die Akkus für die nächste Surfsession wieder aufzuladen.Chillzone
Denn auch die Wellen zeigten sich in dieser Woche von einer ihrer besten Seiten und machten damit meist unsere Paddelpower zum begrenzenden Faktor. Vier von uns, die noch etwas Nachhilfeunterricht im Umgang mit dem Brett benötigten, belegten einen Kurs. Die andere Beiden gesellten sich zu den anderen Surfern ins Wasser. Für die Kursteilnehmer hieß es jeden Tag mindestens drei Stunden surfen, was auch uns gestählte Powders immer wieder an unsere Grenzen brachte. Durch die guten Bedingungen und unsere top Coaches stellten sich allerdings bei allen derart schnell Erfolge ein, dass die pochenden Arme und das Salzwasser in Ohren, Mund und Augen immer mit einem Lachen quittiert wurden. Auch der Hass auf den doch etwas zu oft schon um 6 Uhr früh klingelnden Wecker und den langen Weg zum Spot war spätestens dann vergessen, wenn man den morgens noch ablandig wehenden Wind am Strand spürte und die sauber und wunderschön brechenden Wellen sah.Surf
Als ein paar von uns dann am Mittwoch endlich nach dem Abendessen noch einmal zur mehrfach geplanten Sunsetsession Richtung Strand starteten waren die Erwartungen an die Surfwoche eigentlich schon erfüllt. Mannhohe Wellen und eine gemeinsam erwischte Welle mit den letzten Sonnenstrahlen, nach eineinhalb Stunden Surfen im Sonnenuntergang, setzten dem ganzen allerdings noch mal die Krone auf.SonnenuntergangTrotz diesem atmosphärischen Highlight war der Contest am Freitag für alle sicherlich der kreative und akrobatische Höhepunkt – an dieser Stelle einen tosenden Applaus für Nadine, die die männliche Konkurrenz mit ihrer Teampartnerin ganz ganz alt aussehen ließ und sich den Sieg und damit die Camptrophy holte!Competition

So viel zu unsere Performance auf dem und vor allem im Wasser. An Land hatten wir das gemütlich eingerichtete Camp von FirstSurf ja fast für uns alleine. Auch unsere Zelte mit großen Schlafkabinen waren perfekt geeignet und die doch wirklich frischen Nächte ließen einen gut schlafen.Zelt

Wer neben der Surfaction noch Bewegungsdrang verspürte wurde diesen problemlos bei einem der vielen Beachvolleyball Matches, auf den Slacklines zwischen den Kiefern oder am Tischkicker und beim Tischtennis los! Für die alten Männer unter uns gab es auch die ein oder andere Runde Boule. Für unser leibliches Wohl sorgten Hanna und Tobi in der Küche, die morgens ein tolles Frühstück auftischten und sich beim Abendessen jedes Mal selbst und (unsere) meine Erwartungen mal ganz sicher, übertrafen. Zusammen mit der campeigenen Bar, die einen mit Bier für die allabendliche Sonnenuntergansbewunderung auf der Düne versorgte, blieben so keine kulinarischen Wünsche offen.Strand
Das Alles und natürlich die ausschweifende Abschiedsparty am Freitag rundeten die Surfwoche, zusammen mit dem durch den frühen Termin noch leeren Campingplatz und Strand, zu einem rundum gelungenen Urlaub ab! Da bleibt mir zum Abschluss nur noch mal ein herzliches Dankeschön an unsere beiden Organisatoren Wolfgang und Steffen. Shaka brah!

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