2018 – Hüttenwochenende Wilder Kaiser

Nach einigem Hin und Her mit spontanen Ab- und Zusagen starteten am 03.08.18 neun Powders zum Wilden Kaiser in Tirol. Team Karlsruhe kuschelig zu fünft in einem Auto drei Stunden früher als Team München. Auf dem Parkplatz der Wochenbrunner Alm entstand schließlich das vereinigte Team und schon ging es los zu unserer Unterkunft, der Gruttenhütte.

Da der Aufstieg doch früher als gedacht starten konnte, wählten die motivierten Powders schon hier die etwas anspruchsvollere Variante mit kurzen Kraxelpassagen anstelle des einfachen Wanderweges. Gut zum Gewöhnen an die Last auf dem Rücken ging es also einen schönen Weg bergan und schließlich durch eine Scharte.

Unterwegs konnte bereits der Murmeltierfelsen (Teil des Klettergartens am wilden Kaiser) und der Einstieg zum Klamml Klettersteig betrachtet werden. Und nach etwa einer Stunde und etwa 500 Höhenmeter war das erste Nächtigungsziel auch schon erreicht – was natürlich erst einmal bei Bier und leckeren Hüttenspezialitäten gefeiert werden musste. Abends in Dunkelheit verschaffte die gute Aussicht der Hütte einen tollen Blick auf ein Feuerwerk und diverses Wetterleuchten in der Ferne.Gestärkt von einer (im Gegensatz zu den letzten Nächten in Karlsruhe/München) kühlen Nacht, legten sich am nächsten Morgen alle das Klettersteigset an, denn es galt den ersten Klettersteig zu bewältigen. Für Manche gar den ersten Klettersteig ihres Lebens und daher wurde erstmal ein einfaches Exemplar zum Einstieg, der Jubiläums-Steig (A/B), gewählt. Auf dem Weg zurück zur Hütte wurde es aber dann Ernst für die Powders und ein Teil des Klamml-Klettersteigs (B/C, C) musste passiert werden. Aber auch dieser stellte selbst für die Klettersteiganfänger kein Problem dar.

Nach einem Fotoshooting auf der zum Klettersteig gehörenden Drahtseilbrücke setzten wir unseren Weg zurück zur Gruttenhütte fort, wo wir uns dann erst einmal bei ausgeprägter Vesper und kühlem Getränk für den anstehenden Verbindungsweg zur nächsten Hütte, dem Stripsenjochhaus stärkten.Das Gepäck wieder beisammen, ging es dann auch schon wieder los: Über das Kopftörl, durch den Hohen Winkel zum Stripsenjochhaus. Zwar erwartete uns hier kein Klettersteig mehr, aber eine insgesamt doch recht anspruchsvolle, aber auch sehr abwechslungsreiche Gebirgsquerung. Von der Gruttenhütte aus nahmen wir unseren Weg in die Hundsgrube (Ein Plateau aus Stein und Geröll), bis wir nach etwa einer Stunde feststellen mussten, dass wir uns auf dem Weg zum „Ellmauer Halt“ befanden und damit leider auf dem falschen Weg.

Auf Umkehren hatte aber Niemand in der Gruppe mehr Lust und so suchten wir uns „off-trail“ einen eigenen Weg zum Start des Kopftörlsteiges. Dieser fing harmlos an, entwickelte sich jedoch schnell zu einer eindrucksvollen Kraxelei. Ein Highlight dabei war die Durchquerung der Felsspalte, die durch den freistehenden und 20 m hohen Kaindl-Stewart-Turm gebildet wird.Durch eine hieran anschließende steile Schuttrinne, die natürlich zum Surfen einlud, ging es hinab in den Hohen Winkel und anschließend ein Stück durch den Wald zum Stripsenjochhaus. Dort kamen alle ziemlich geschafft, jedoch glücklich an. Auf der Hütte wartete bereits ein weiteres Powder Party-Mitglied auf unsere Ankunft und so bestand die Gruppe nun aus 10 (hungrigen) Powders, die den sonnigen Bergtag bei kühlen Hopfengetränken und einem ausgeprägten Abendessen (mit viel Kaiserschmarrn) ausklingen ließen.

Nach dem Frühstück am nächsten Tag ging es wieder früh auf die Piste, da für Mittag Gewitter vorhergesagt war. Die Route startete schnell interessant mit dem sehr langen Eggersteig, welcher durch die steinerne Rinne und letztendlich durch das Ellmauer Tor führt. Mitten in der steinernen Rinne fing es dann tatsächlich an zu regnen, jedoch blieben wir glücklicherweise von dem Gewitter verschont. Kräftig durchnässt ging es über die Kuppel hinunter ins Kübelkar. Dort wurden die nassen Klamotten gegen Trockene ausgetauscht, denn es hatte glücklicherweise aufgehört zu regnen.Das letzte Stück zur Wochenbrunner Alm ging wie von selbst. Nach der feierlichen Abschlusszeremonie auf dem Parkplatz ging die Truppe gemütlich zur letzten Snackorgie der Tour (mit den lang herbeigesehnten Kaspressknödeln) auf der Wochenbrunner Alm über, bevor sich die Karlsruher Fraktion auf die Autobahn sowie die Münchener Runde auf einen Zwischenstopp am Badesee verabschiedete.
Insgesamt ging damit ein abwechslungsreiches, sommerliches Hüttenwochenende mit einer tollen Gruppe und leckerem Essen vorbei und bereits auf der Heimfahrt wurden Pläne für neue Events geschmiedet!
P.S.: Achja, und wer in Zukunft diesen wundervollen PP-Stempel in einem Gipfelbuch entdeckt, der weiß auch über unser tolles Gimmick Bescheid 😉

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