2018 – Kletterwochenende Pfalz

Am Freitag, den 27. Juli 2018 haben sich 8 Powders auf den Weg in die Pfalz gemacht, um dort sämtliche Kilos an Klemmkeilen und Friends in den Felswänden zu verteilen und dem Muskelschwund entgegenzuwirken. Wir trafen uns zunächst an dem Bauernhof, bei dem wir eine angrenzenden Zeltwiese als Übernachtungsplatz nutzen konnten. Ebenso spartanisch wie die Wiese war auch der Preis von wenigen Euro pro Übernachtung. Gar nicht spartanisch war hingegen der Kletterladen des Hofs, in dem das Equipment bis zur Decke gestapelt war, also ein Shoppingparadies pur. Die Leute am Hof waren echt gut drauf 😉 und so wussten wir, dass David und Felix den idealen Ort für ein lässiges Kletterwochenende in der Pfalz ausgesucht hatten.Nach dem Aufbau der Zelte ging es dann zum Warmklettern an den Lauterschwaner Rappenfels, welcher mit dem Auto nur wenige Fahrminuten von der Unterkunft entfernt war. Die Wände waren hier eher mager gebohrt, teilweise sogar clean und so mussten diejenigen vorausklettern, die im Umgang mit mobilen Sicherungsgeräten geübt waren. Soweit lief alles rund, bis wir das typische Klacken der Exen hören konnten, wie es bei einem Sturz auftritt. Leider hatte sich dabei ein Kletterer von uns am Fuß verletzt und musste an dem Wochenende pausieren.Bei einsetzender Dämmerung haben wir das Hauptplateau des Felsen über den „Normalweg“ aufgesucht, nur bedeutete dies, über eine ca. 1,5 Meter breite und ca. 15 Meter tiefe Felsspalte ins Gebüsch zu springen. Der Sprung war nicht wirklich safe, somit haben wir uns mit dem Nebenplateau zufrieden gegeben und von dort den Sonnenuntergang beobachtet. Wir hatten Glück, dass gerade an diesem Wochenende die Mondfinsternis stattfand, denn so konnten wir von der dunklen Zeltwiese das Naturspektakel zusammen mit Hopfen und Malz verfolgen.Kurz nach dem Erwachen am Samstag Morgen begann es auf die Zelte zu prasseln. Regen konnten wir beim Klettern sicher nicht gebrauchen. Während des Frühstücks beschlossen wir, vorerst die Landauer Kletterhalle zu testen und erst am Nachmittag nach draußen zu gehen. Dies hatte zugleich den Vorteil, nicht im Brunnentrog neben dem Schweinestall baden zu müssen, sondern die Duschen der Kletterhalle nutzen zu können. In der Halle konnten wir uns auf insgesamt drei Etagen austoben, bis das Wetter dann am Nachmittag auflockerte.Obwohl wir eigentlich schon von der Hallenkletterei leicht erschöpft waren, steuerten wir im Anschluss daran den Hülsenfelsen an. Bei diesem schien es sich um einen eher verlassenen Felsen zu handeln, denn die Wege zum Felsen waren kaum zu erkennen und der Topo enthielt keine Zeichnung der Wand. So war es hier eher ein Rätselraten welche Route man gerade geklettert ist und wo sich die nächste Möglichkeit zum Umbau befindet. Schließlich hatte jeder noch etwas passendes gefunden.Zurück an der Zeltwiese konnten sich diejenigen, die immer noch nicht genug vom Klettern hatten, am Nonnenfels austoben. Dieser liegt direkt oberhalb der Zeltwiese. Die übrigen Powders haben zwischenzeitlich ein sehr geiles Curry zubereitet, das klingt zwar unfair, aber dafür wurde zum Ausgleich gespült. Bei improvisiertem Licht-Ambiente haben wir den letzten Abend in unseren Hängematten ausklingen lassen.Den letzten Tag haben wir bei unseren französischen Nachbarn in den Nordvogesen verbracht. Näheres Ziel waren die Felsen im Umkreis der Burg Fleckenstein, wo wir uns für den Krappenfelsen entschieden haben. Der Aufstieg zum Fels lief nicht ohne Unterbrechung, denn die jung gebliebenen Powders mussten sich unbedingt noch eine Runde auf einem Spielplatz austoben, der auf dem Weg lag – „Ohhh jaaaa, Seilbaaaahn“. Am Krappenfelsen konnten wir unser klettertechnisches Niveau im Vergleich zu den Vortagen gefühlt deutlich steigern, was vermutlich auch an der wesentlich besseren Absicherung des Felsen lag.Genauso heiß, wie die Sonneneinstrahlung auf unsere Körper war, war auch die Aussicht in das Tal. Dies ermöglichte uns schon jetzt unser Mittagessen ausfindig zu machen, denn aus dem Schornstein des nahegelegenen Gimbelhofs stieg Rauch eines Holzfeuers empor – „tarte flambée“. Zu diesem sind wir abschließend eingekehrt, ehe es nach Karlsruhe zurück ging.Das Wochenende in der Pfalz war eine tolle Gelegenheit, einen idyllischen Kletterurlaub zu machen, ohne lange Autofahrten in Kauf nehmen zu müssen. Vielen Dank an David und Felix, die alles organisiert haben.

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