2019 – Skihochtour Wildhorn

Samstagmorgen: Mit etwas Verspätung brachen die drei Gruppen aus Konstanz, Karlsruhe und München in Richtung Wildhornhütte auf. Nach etwa einem Kilometer reizte uns die abzweigende Skispur mehr als der Forstweg und so schlugen wir diesen Pfad ohne groß zu Überlegen ein. Nach einigen Metern folgten dann jedoch zwei Probleme. Einerseits war dies nicht der ursprünglich geplante Weg, andererseits sorgte der nasse Schnee für stollende und dadurch sackschwere Felle. Erstgenanntes wurde schnell durch eine neue Route über das Iffigerhorn gelöst, letzteres blieb zumindest bei einem Paar Fellen ein andauerndes Problem dieses Tages. Sowohl Abschaben des Schnees als auch Stollwachs hielf nicht wirklich, daher wurden diese Skier dann durchgereicht, um das Tagesziel nicht zu gefährden. Nach einer kurzen Abfahrt mit Steilstück vom Iffigerhorn und einem darauffolgenden Anstieg erreichten wir die Hütte noch vor Einbruch der Dunkelheit.

Direkt wurde der Ofen angefeuert und parallel Holz gesägt und gehackt, um das Drei Gänge Menü mit Salat, Pasta und Brownies vorzubereiten. Nach diesem Festmahl mit Bier und Wein ging es dann auch alsbald ins unbeheizte Bett, da der Schlafsaal ein Stockwerk höher als der Speisesaal lag und keine Ofenwärme abbekam.Am nächsten Morgen standen wir zeitig auf und machten Frühstück, als einer von uns folgende Botschaft in die Küche trug: die Tür nach draußen lässt sich nicht mehr öffnen. Diese Kunde und das andauernde Pfeifen des Windes ließen uns schon etwas an dem Plan, das Wildhorn zu besteigen, zweifeln. Trotzdem zogen wir Klettergurte an, versuchten jeden Quadratzentimeter Haut mit Stoff zu bedecken und drückten mit vereinter Kraft die Türe auf. Dort erwartete uns jedoch, wie befürchtet, ein ordentlicher Sturm mit Windgeschwindigkeiten über 50 km/h, der in Laufe des Tages auf bis zu 90 km/h ansteigen sollte. Daher entschieden wir uns abzufahren und ggf. noch einen tiefer gelegenen Gipfel zu besteigen.Die Abfahrt hatte, wie die gesamte Tour, sehr durchmischte Schneebedingungen. Viel Triebschnee, etwas Harsch und immerhin noch einige Höhenmeter guten Powder vor Beginn des Forstweges.
An der Abzweigung des Vortages trennten sich dann unsere Wege.

Die Hälfte der Gruppe fuhr ab zum Auto, die andere Hälfte bestieg noch einen schneebedeckten Sonnenhang. Nach der drohnendokumentierten Powderabfahrt und anschließendem Vesper fuhr auch diese Gruppe ab zum Auto und zurück nach Hause.

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